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Studienergebnisse

 

18. August 2010

SRA Studie in Cardiovascular Disease publiziert

 

Positive Vorhofflimmerstudie mit dem automatischen Screening Algorithmus ASA (SRA) im Cardiovascular Disease Magazin publiziert

Ziel der Studie war eine Evaluierung verschiedener Methoden zum Auffinden von Vorhofflimmern (VF), da es kaum Untersuchungen über die Detektion von VF durch kontinuierliches Monitoring in Stroke Units gibt. Getestet wurden 24 Std. Holter, kontinuierliches Monitoring auf der Stroke Unit und einstündiges Screening mit SRA (Schlaganfall-Risiko-Analyse) schon während der Aufnahme der Patienten in der Ambulanz. Dabei wurden Holter und SRA im Vergleich zum Monitoring getestet. Das Monitoring diente zwar als Goldstandard, aber es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die im Monitoring identifizierten Patienten 100 % der tatsächlichen Patienten mit VF darstellen. Es ist davon auszugehen, dass trotz kontinuierlicher Überwachung VF bei Patienten übersehen wird und bei anderen Patienten die Flimmerereignisse nach dem Klinikaufenthalt eintreten. Der Goldstandard war daher in dieser Studie die tägliche Praxis in der Stroke Unit. Das Personal und die auswertenden Kardiologen waren verblindet, hatten also keinerlei Kenntnis über das Studiendesign. Zur Bewertung des Studienergebnisses, ist es wichtig sich dieser Randbedingungen bewusst zu sein.

Ergebnisse und Bedeutung für SRA

Im Rahmen des in dieser Studie bewerteten Gesamtkollektives wurden lediglich 23% der im Monitoring gefundenen Patienten mit VF auch im 24 Std. EKG nachgewiesen. Dies demonstriert die bekannte schlechte Sensitivität des Langzeit-EKG zum Nachweis von VF. Demgegenüber sind im gleichen Kollektiv 72% der später nachgewiesenen Patienten mit VF schon bei der einstündigen Untersuchung in der Ambulanz als Risikopatient identifiziert worden.

Auffällig ist die hohe Zahl der zusätzlich in der SRA Untersuchung aufgefallen Patienten mit einem Risiko für VF, die nicht durch Flimmerepisoden im Monitoring als VF Patienten nachgewiesen werden konnten. Wie jeder weiß, ist das genau die entscheidende Problematik beim Nachweis von VF. Da es hier derzeit keine Lösung gibt, wird ein Flimmerereignis in vielen Fällen erst nach dem zweiten oder dritten Schlaganfall dokumentiert. Diese Patienten mit einem Risiko für VF im SRA Screening sind natürlich im Rahmen der zeitlich begrenzten Studie als falsch positiv zu werten. Eine Nachverfolgung über den klinischen Aufenthalt hinaus, wie sie bei diesen Patienten erfolgen müsste, lässt sich auf Grund des damit verbundenen hohen Aufwandes im Rahmen dieser Studie nicht darstellen. Aus diesen Gründen sind die Angaben von Sensitivität und Spezifität der SRA Untersuchung eher unterschätzt. Dies zu zeigen bleibt weiteren prospektiven Studien mit einer größeren Patientenzahl vorbehalten. Aus diesem Grund ist auch SRA ein Screening-Verfahren und kein diagnostisches Instrument. Ein Screening löst definitionsgemäß keine Therapie aus, sondern bietet die Grundlage bei auffälligem Ergebnis für weitere diagnostische Maßnahmen. Gemessen daran ist die Sensitivität von 72% durch ein lediglich einstündiges Screening als positives Ergebnis zu werten.

Bemerkenswert ist auch der negativ prädiktive Wert von 89%, also der Ausschluss von VF. Wenn also ein Patient nicht auffällig in der SRA-Untersuchung ist, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit VF ausgeschlossen werden.

Außer dem Auffinden von akuten Flimmerepisoden liegt der klinische Nutzen der SRA Untersuchung insbesondere darin, dass das Screening-Ergebnis einen weiteren Hinweis gibt, der zusammen mit anderen klinischen Parametern, wie z. B. Vorhofgröße, Lage des Infarktes, schneller zu einer Therapieentscheidung führt. Darüber hinaus ermöglicht die SRA-Untersuchung im Rahmen eines Screenings eine Fokussierung der diagnostischen Ressourcen, da nur die auffälligen Patienten weiterer intensiver Diagnostik zum Nachweis von VF unterzogen werden müssen.

Die dazugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.
Das Studeinabstract finden Sie unter
http://content.karger.com/produktedb/produkte.asp?doi=316885

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