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Neurologie und Rhythmologie am Herzzentrum des UKM gewinnen beim "Best Practice Gesundheit"-Wettbewerb des Landes NRW
Eine Kooperationsgemeinschaft der Kliniken für Neurologie (Prof. Dr. Dr. E. Bernd Ringelstein, Dr. Martin Ritter, Priv.-Doz. Dr. Thomas Duning) und der Abteilung für Rhythmologie des Departments für Kardiologie und Angiologie (Prof. Dr. Lars Eckardt, Dr. Florian Reinke, Dr. Simon Kochhäuser) des UKM ist beim Landeswettbewerb "Best Practice Gesundheit.NRW" als Siegerprojekt ausgezeichnet worden.
Am 18. Juli erfolgte die feierliche Übergabe der Urkunde durch die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Barbara Steffens.
Die Antragsteller wollen unerkanntes Vorhofflimmern, eine sehr häufige Herzrhythmusstörung und eine der wichtigsten Schlaganfallursachen, mittels neuartiger Untersuchungsverfahren bei Patienten mit ungeklärten Schlaganfällen auf die Schliche kommen, um damit langfristig die Rate weiterer Schlaganfälle zu reduzieren. Dafür ist eine enge, fachübergreifende Kooperation zwischen der Neurologie und der Kardiologie entscheidend. Während des Krankenhausaufenthaltes werden EKG-Signal Aufzeichnungen der Patienten online verschickt und mit innovativen mathematischen Analysemethoden telemetrisch ausgewertet. "Zusätzlich werden die Patienten, deren Schlaganfallursache nicht geklärt werden konnte, mit einem kleinen EKG-Monitor versorgt, der unter die Haut implantiert wird", so Oberarzt Dr. Ritter, der Leiter der Stroke-Unit am UKM. Die EKG Daten dieses Micro-Gerätes werden täglich per Telefon ins UKM übertragen und von Experten der Rhythmologie unter der Leitung von Prof. Eckardt ausgewertet.
Für die Durchführung und insbesondere den aufwändigen Methodenvergleich wird das Projekt mit einer Summe in Höhe von 270.000 EUR gefördert. Für die technische Durchführung besteht zudem eine enge Kooperation mit der Firma Apoplex Medical Technologies GmbH in Pirmasens, Rheinland-Pfalz und der Fa. Medtronic GmbH in Meerbusch. "Es sollte möglich sein, mit diesen modernen Untersuchungsmethoden zusätzliche Patienten mit dem gefährlichen Vorhofflimmern zu finden und zu behandeln", so Priv.-Doz. Dr. Duning, Mitantragsteller der Neurologie. Laut Prof. Ringelstein wäre das eine entscheidende Verbesserung der Schlaganfall-Nachsorge und betrifft allein in Deutschland jeden 4. der jährlich fast 250.000 Schlaganfallopfer.
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